Veränderung und Krise

Darf ich vorstellen, Resilienz!
Resi…wer??

Lange Zeit wusste ich selbst nicht, welche Bedeutung ich diesem geflügelten Wort zuordnen sollte. Das änderte sich schlagartig an dem Tag, an dem ich mein erstes Buch zum Thema Resilienz in Händen hielt. Beim Lesen merkte ich nach und nach, dass (beinahe) alle beschriebenen Attribute resilienter Menschen auf meine Persönlichkeitsstruktur zutreffen. Seit diesem Zeitpunkt ist Veränderung und der Umgang mit ihr mein absolutes Lieblingsthema. Und tatsächlich, beim Streifzug durch meine eigene Vergangenheit erkannte ich schnell, dass ich schon ziemlich viele Herausforderungen (beruflich und privat) erfolgreich bewältigt habe. Mit diesem Bewusstsein füllt sich mein Rucksack laufend mit positiven Erfahrungen und ich blicke zuversichtlich in die Zukunft.

Um hier keinen falschen Eindruck zu erzeugen: Es geht nicht darum, so wie Superman, unverwundbar zu sein, völlig angstfrei durch’s Leben zu gehen und die Realität auszublenden. Es geht darum, wie wir mit anstehenden Veränderungen (gewollt oder ungewollt) und den damit verbundenen Gefühlen umgehen. Und es geht darum, das Steuerrad unseres Lebens nicht aus der Hand zu geben – egal von welcher Seite der Sturm bläst!

„Es sind nicht die äußeren Umstände, die das Leben verändern,
sondern die inneren Veränderungen, die sich im Leben äußern.“
(Wilma Thomalla)

Dran bleiben lohnt sich!

Resiliente Menschen haben die mentale und psychische Fähigkeit widrige Bedingungen zu überwinden. Gleichzeitig stehen die damit verbundenen Veränderungen nicht als Stolpersteine, sondern als echte Chancen im Fokus!
Und ich weiß wovon ich spreche, denn früher habe ich kaum etwas mehr gehasst als Veränderung!! Kurzes Beispiel gefällig? Meine Playmobil Spielsachen habe ich ausschließlich (bis auf wenige Ausnahmen) so aufgebaut, wie auf der Verpackung abgebildet. Varianten davon waren eher keine Alternative für mich.

Somit eröffnen sich uns jeden Tag unzählige Möglichkeiten, denn Krisen sind alltäglich. Sei es im Privaten oder im Berufsleben. Sie können sowohl plötzlich (schwere Erkankung, Kündigung,…) oder aufgrund veränderter Rahmenbedingungen (Umstruktierung, neue Lebensphase,…) auftreten. Falls wir uns persönlich gerade in einer Phase der Krisenlosigkeit befinden, erinnern uns die Medien, Politiker und sonstigen Interessensgruppen, die von Krisen und den Berichten darüber leben, lautstark daran. Einfach folgende Wörter (Liste beliebig erweiterbar) mit -krise ergänzen et voilà: (Welt)Wirtschafts-, Finanz-, Arbeitsmarkt-, Flüchtlings-, Währungs-, Entwicklungs-, Sicherheits-,…
Aber alles was zählt ist, wie du persönlich damit umgehst?! Dass ein Ereignis letzlich zu einer Krise wird, bewirkt allerdings nicht das Ereignis selbst. Die persönlichen Grundannahmen und Vorerfahrungen spielen für die Bewertung eine wesentliche Rolle.

Sage JA zu Veränderung

Wege aus einer Krise sind immer mit einer Neuorientierung/einem Neustart verbunden. Irgend etwas ist anders als vorher. Veränderung ist gut und fördert unsere Entwicklung. Natürlich wird jedeR von uns auch immer wieder (im ersten Moment) mit richtig großen Brocken konfrontiert. Um auch das zu schaffen, kann man Resilienz trainieren und aufbauen. Mit professioneller Unterstützung und der richtigen Flughöhe überwindet man aber auch den höchsten Berg! Ich könnte noch stundenlang über Veränderung schwärmen aber am Besten ist, du lässt dich von mir in einem persönlichen Gespräch dafür begeistern 😉
Hier geht’s noch zum Blogbeitrag!

Kurze rhetorische Abschlussfrage: Wie reagiere ich wohl auf die Formel „Bleib so wie du bist!“ ??

a) hocherfreut
b) gar nicht
C) ALLERGISCH 😉